Benefizkonzert:
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EXPLOSIVE MISCHUNG |
![]() Benefizkonzert |
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Promo Video Der Aufforderung "Make some Noise" kamen die eingeladenen Bands ganz vortrefflich nach. |
![]() Auftakt |
Zum Auftakt spielte Gravity Lost - Hardcore ohne Klischee ohne Attitüde ohne Allüren. Die Live Performance ging direkt unter die Haut. Körperliche Grenzen wurden ignoriert - die Stimmbänder ausgereizt. DANKE, ihr seid richtig cool.
Dem folgte Ironkid - mit neuem Schlagzeuger werden die drei Powerrocker 2012 voll angreifen und jeden verdammten Club rocken den sie finden. Das ist ihnen im Feierwerk bereits bestens gelungen. Gewohnt straight mit ungewohnt langen Haaren wurde gerockt, gezupft, geklampft, getrommelt. Keep on moving! Cheers!
Abgerundet wurde der eklektische Abend durch MoskovSKAya - der Name ist Programm und Partygarant seit 20 Jahren. Abtanzen war angesagt. Glück für den, der ein zweites T-Shirt dabei hatte. Die Zugaben in alter Tradition nach dem Motto: dance nude (na, ja fast). Irrsinnige Tempovariatinen, phantastische Bläseriffs, witzige Performance (Danke, Renate) - wer hätte das gedacht aus einem kleinen Dorf in Oberschwaben? Herzlichen Dank an Euch Neune für Euer Engagement und die freundschaftliche Atmosphäre. Stay nude!
Extra special thanks to:
Für eine Welt ohne Todesstrafe
10.Oktober – Internationaler Tag gegen die Todesstrafe
Weniger Hinrichtungen weltweit und mehr Staaten, die die Todesstrafe nicht vollstrecken – das ist die Bilanz der veröffentlichten Zahlen von Amnesty International (28. März 2011) zur Todesstrafe. Nach Amnesty-Informationen wurden 2010 mindestens 527 Menschen in 23 Ländern hingerichtet und mehr als 2.000 Menschen in 67 Ländern zum Tode verurteilt. 139 Länder haben die menschenverachtende Strafe im Gesetz abgeschafft oder in der Praxis ausgesetzt - zuletzt Gabun und die Mongolei. Die UNO trat erneut mit einer Resolution für einen weltweiten Hinrichtungsstopp ein. 58 Länder halten jedoch an der Todesstrafe fest.
„Seit zehn Jahren zeigt sich ein eindeutiger Trend zu einer Welt ohne Todesstrafe. Immer weniger Staaten, die noch an der Todesstrafe festhalten, richten auch tatsächlich Menschen hin“, sagt Oliver Hendrich, Experte zum Thema Todesstrafe bei Amnesty International in Deutschland. „Wer im 21. Jahrhundert noch Menschen hinrichtet oder zum Tode verurteilt, ist international zunehmend isoliert.“
Dramatisch bleibt die Situation in China und im Iran. China hält Angaben zu Todesurteilen und Hinrichtungen weiter geheim, Amnesty schätzt, dass die Zahlen in die Tausende gehen. Neben China vollstreckten Iran (mind. 252), Nordkorea (mind. 60), Jemen (mind. 53), die USA (46) und Saudi-Arabien (mind. 27) die meisten Todesurteile. Weltweit sitzen mehr als 17.000 Menschen in Todeszellen.
Auch Rückschritte waren 2010 zu verzeichnen. Belarus sowie fünf weitere Staaten nahmen im vergangenen Jahr wieder nach einer Unterbrechung Hinrichtungen auf. Belarus ist das einzige Land in Europa, in dem derzeit drei Menschen die Hinrichtung droht. „Auffallend ist außerdem, dass einige Länder verstärkt Todesurteile für Drogenvergehen, Wirtschaftsdelikte, einvernehmliche sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen oder Gotteslästerung verhängen“, sagte Amnesty-Experte Hendrich. Deutlich häufiger als in den Vorjahren seien Hinrichtungen wegen Drogendelikten beispielsweise in China, Ägypten und Thailand gewesen.
Weltweit beteiligen sich Tausende Menschen mit Appellschreiben an den »Urgent Actions«, den »Briefen gegen das Vergessen« und an Unterschriftsaktionen von Amnesty International. Dass dieser Einsatz drohende Menschenrechtverletzungen verhindert und Menschen in Not hilft, zeigen diese Beispiele:
ILLINOIS / USA SCHAFFT DIE TODESSTRAFE AB
![]() Mahnwache vor der US Botschaft München |
"Es ist ein Meilenstein für Illinois und die Vereinigten Staaten", sagte Larry Cox, Generalsekretär von Amnesty International in den USA. Im März hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois, Pat Quinn, ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe unterzeichnet. Bereits im Januar wurde es vom Senat verabschiedet. Quinn begründete seine Entscheidung damit, dass er es für "unmöglich" halte, ein absolut fehlerfreies Justizsystem zu erschaffen. Illinois ist damit der 16. Bundesstaat der USA ohne Todesstrafe. |
"Der Kampf gegen die Todesstrafe ist nicht mit mir verloren oder gewonnen (...). Wir werden gewinnen, wenn ihr nie aufhört, für Gerechtigkeit zu kämpfen."
Das waren die Worte von Troy Davis, wenige Stunden vor seiner Hinrichtung in der Nacht vom 21.September 2011. Er wurde getötet für ein Verbrechen, das er vielleicht nie begangen hat.
Der Direktor von Amnesty USA hatte zuvor noch mit ihm telefoniert. Troy hat seine Dankbarkeit für all die Unterstützung ausgedrückt. Er habe immer Vertrauen in unsere Bewegung gehabt und es sei wichtig, dass alle, die sich gegen die Todesstrafe einsetzen, niemals die Zuversicht verlieren.
In den letzten Tagen haben fast eine Million Menschen auf der ganzen Welt einen Aufruf für seine Begnadigung unterzeichnet. Auch Sie haben sich auf unserer Aktionsseite für Troy Davis eingesetzt. Das alles hat Troy nicht retten können. Wir sind schockiert und wütend, aber wir werden nicht aufgeben!
Die Todesstrafe ist keine angemessene Antwort auf Gewalt und Kriminalität. Justizirrtümer können niemals ausgeschlossen werden. Wo sich der Staat zum Richter über Leben und Tod aufschwingt, findet keine Gerechtigkeit statt, sondern Rache und Vergeltung. Aus diesem Grund setzt sich Amnesty International seit über 30 Jahren gegen diese grausame Strafe ein. Und dies mit zunehmendem Erfolg: Immer mehr Staaten schaffen diese Strafe ab. Dennoch bleibt noch viel zu tun, Jahr für Jahr werden tausende Menschen hingerichtet, vor allem in China, Iran und den USA - aber auch in Belarus (Weißrussland).
Downloads: Hinrichtungen und Todesurteile 2010
Hier finden Sie den Bericht sowie alle Karten und Informationen zur Amnesty-Todesstrafen-Statistik 2010 zum Download:
27. April 2011
Anstieg der öffentlichen Hinrichtungen: Der Iran exekutiert die ersten jugendlichen Straftäter in 2011
Amnesty International verurteilt den starken Anstieg der öffentlich durchgeführten Hinrichtungen im Iran – dort jetzt auch weltweit die ersten Hinrichtungen jugendlicher Straftäter in diesem Jahr!
Seit Anfang 2011 wurden bis zu 13 Personen öffentlich hingerichtet. Das ist eine Steigerung zu den 14 öffentlich Hingerichteten im gesamten Jahr 2010, so von Amnesty International aus offiziellen Quellen zitiert. Acht dieser Exekutionen fanden allein seit dem 16. April 2011 statt.
Am 20. April 2011 befanden sich zwei jugendliche Straftäter – lediglich durch die Abkürzungen „A.N.“ und „H.B.“ bekannt – unter drei Personen, die in der Öffentlichkeit in Bandar Abbas in Südiran gehängt wurden. Die Jugendlichen waren waren wegen Vergewaltigung und Mord verurteilt worden. Sie hatten die Tat begangen, als sie erst 17 Jahre alt waren. Zur selben Zeit wurde ein vierter Mann wegen Vergewaltigung gehängt.
„Wieder einmal hat sich der Iran als einziges Land hervorgetan, in dem in diesem Jahr jugendliche Straftäter hingerichtet wurden. Es dürfen keine weiteren jugendlichen Straftäter durch die Hand dieses Staates sterben,“ sagte Hassiba Hadj Sahraoui, die stellvertretende Abteilungsleiterin für den Mittleren Osten und Nordafrika von Amnesty International. „Es wurden nicht nur diese jungen Menschen wegen Taten hingerichtet, die sie im Alter unter 18 Jahren begangen hatten, die Hinrichtungen wurden auch noch öffentlich durchgeführt. Öffentliche Hinrichtungen sind nicht nur eine Verletzung des Rechtes auf Leben, sondern zusätzlich ein krasser Angriff auf die menschliche Würde. Das kann nicht toleriert werden.“
Am 16. April 2011 wurden ebenfalls drei Personen in Shiraz wegen Mordes, bewaffnetem Raub und Entführung öffentlich gehängt. Ein vierter Mann wurde am selben Tag in der Nähe von Kazeroun in der Provinz Fars gehängt. Er war wegen vierfachen Mordes verurteilt worden.
Öffentliche Hinrichtungen werden üblicherweise mit Hilfe von Kränen durchgeführt. Diese ziehen die verurteilten Personen an einer um den Hals geschlungenen Schlinge hoch. Das wird im Voraus angekündigt.
Iran ist eines der wenigen Länder, das noch die Todesstrafe an jugendlichen Straftätern verhängt. Die Jugendlichen wurden wegen einer angeblichen Straftat verurteilt, die sie unter 18 Jahren begangen haben sollen. Der Iran ist als das einzige Land bekannt, das 2010 jugendliche Straftäter hingerichtet hat. Exekutionen jugendlicher Straftäter sind nach dem internationalen Recht strengstens verboten.
Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen stellten unmissverständlich fest, dass öffentliche Hinrichtungen keinem gesetzlichen Ziel dienen. Sie steigern nur die grausame, unmenschliche und entwürdigende Art dieser Bestrafung.