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50 Jahre Amnesty International - Wir sind stolz, aber nicht zufrieden
Seit 50 Jahren leisten gewöhnliche Menschen Außergewöhnliches - mit Amnesty International. Wir feiern die Idee, dass viele Menschen zusammen die Welt verändern können.
Am 28. Mai 2011 feiert Amnesty International weltweit seinen 50. Geburtstag. Die Menschenrechtsorganisation kann auf eine bewegende Geschichte mit vielen kleinen und großen Erfolgen zurückblicken. Amnesty International zählt heute mehr als drei Millionen Mitglieder und Unterstützer in über 150 Ländern, die fest an die Idee glauben, dass einzelne Menschen zusammen die Welt verändern können.
Aus diesem Anlass veranstalten die Mitglieder von Amnesty International in München am 28. Mai von 10:30 bis 18 Uhr eine große Geburtstagsfeier auf dem Rindermarkt. Zahlreiche Gruppen des Bezirks München und Oberbayern werden mit kreativen Aktionen, themenspezifischen Informationsständen und einer bewegenden Ausstellung zum Thema Menschenrechte präsent sein.
Seit 1973 setzt sich Amnesty International für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein. Mit Erfolg: Immer weniger Staaten führen heute noch Hinrichtungen durch.
Dennoch halten 58 Staaten nach wie vor an der Todesstrafe fest. In mindestane 23 Staaten wurden 2010 Todesurteile vollstreckt.
Seit 1973 ist die Abschaffung der Todesstrafe eines der wichtigsten Anliegen der Organisation. Amnesty lehnt die Todesstrafe uneingeschränkt ab, weil sie einen Angriff auf die menschliche Würde darstellt. Sie verletzt das Menschenrecht auf Leben und das Recht, keiner grausamen und unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen zu werden. Die Organisation erkennt das Recht und die Verantwortung von Staaten an, Straftäter vor Gericht zu stellen. Staatliches Töten ist jedoch keine angemessene Antwort auf Mord und andere Verbrechen. Dennoch werden jedes Jahr weltweit Tausende Menschen hingerichtet – durch den Strang, durch eine Giftspritze, Stromschläge oder einen gezielten Schuss. Enthauptungen und Steinigungen zählen zu den besonders grausamen Formen der Hinrichtung. Die Gefahr, einen Unschuldigen hinzurichten, ist allgegenwärtig, denn kein Justizwesen der Welt frei von Fehlern und Vorurteilen.
Spot http://50jahre.amnesty.de/aktuelles/2011/05/17/licht-aus-spot.html